Diptota und andere Deklinationsklassen

B1 المَمْنوعُ مِنَ الصَّرْفِ والاسْمُ المَقْصورُ والمَنْقوصُ والمَمْدود 41 / 70

Kurz gefasst

Lektion 40 hat dir die Standardmaschine gegeben: ـٌ im Nominativ, ـً im Akkusativ, ـٍ im Genitiv, wobei das Tanwīn verschwindet, sobald الـ kommt. Eine große und ganz gewöhnliche Menge von Nomina gehorcht dieser Maschine nicht. Manche verweigern Tanwīn überhaupt und antworten auf den Genitiv mit einer Fatha: مَساجِدُ، أَحْمَدُ، صَحْراءُ. Andere enden auf einem langen Vokal, der kein Kasuszeichen tragen kann, also sehen die drei Fälle identisch aus: فَتًى، مُسْتَشْفًى. Eine dritte Gruppe wirft ihr finales ي ab, solange sie unbestimmt ist, und lässt es im Akkusativ wieder wachsen: قاضٍ، قاضِيًا.

Nichts davon ist seltener Wortschatz. مَدارِس، مَفاتيح، مُسْتَشْفى، مُحامٍ، أَصْدِقاء، أَحْمَر sind Wörter, die du seit A1 benutzt, und jedes ist genau auf die hier beschriebene Weise unregelmäßig. Jede Klasse hat eine kurze Regel, und sie zu benennen ist die meiste Arbeit: sobald du sie kommen siehst, hören die Klassikerfehler auf – فِي مَدارِسٍ، إِلى لَنْدَنِ، مُحامي.

Die Regel

1. المَمْنوعُ مِنَ الصَّرْفِ heißt „vom Tanwīn ausgeschlossen“. الصَّرْف ist hier das Tanwīn selbst, also sagt der Name genau, was passiert: das Nomen nimmt nie ـٌ ـً ـٍ. Und weil es das Tanwīn verloren hat, verliert es auch eine seiner drei Endungen. Statt Damma / Fatha / Kasra hat es nur zwei Vokale: eine Damma für den Nominativ und eine Fatha für beide, Akkusativ und Genitiv.

جاءَ أَحْمَدُ (Nominativ) – رَأَيْتُ أَحْمَدَ (Akkusativ) – سَلَّمْتُ عَلى أَحْمَدَ (Genitiv). Nicht عَلى أَحْمَدٍ, nicht عَلى أَحْمَدِ.

2. Die Fatha im Genitiv ist die ganze Schwierigkeit. Das ist eines der عَلاماتٌ فَرْعِيَّةٌ aus Lektion 40: ein Stellvertreterzeichen, das für das erwartete einspringt. Die Präposition setzt das Nomen trotzdem in den Genitiv; der Genitiv erscheint einfach in einer Fatha. Lernende liegen hier selten mit Nominativ oder Akkusativ daneben, weil die normal aussehen. Sie liegen mit dem Genitiv daneben, weil alles, was sie gelernt haben, sagt „nach einer Präposition, Kasra“. Sag die Phrase سافَرْتُ إِلى لَنْدَنَ zwanzigmal laut, bis die Fatha nach إِلى aufhört, sich wie ein Fehler anzufühlen.

Achte darauf, was mit einem begleitenden Adjektiv passiert, das gewöhnlich ein normales Nomen ist und seine normale Endung behält: دَرَسَتْ فِي مَدارِسَ كَبيرَةٍ. Das Nomen nimmt die Fatha ohne Tanwīn, das Adjektiv die Kasra mit Tanwīn – nebeneinander in derselben Phrase, beides richtig.

3. Die Umkehrung, die fast alle übersehen: الـ und إِضافَة geben die Kasra zurück. Ein Diptoton ist nur „defekt“, solange es allein und unbestimmt steht. Häng den Artikel an oder mach es zum ersten Glied einer إِضافَة, und der Genitiv kehrt zu einer schlichten Kasra zurück:

  • فِي مَدارِسَ كَبيرَةٍ – unbestimmt, allein → Fatha.
  • فِي المَدارِسِ الكَبيرَةِ – bestimmt mit الـ → Kasra.
  • فِي مَدارِسِ المَدينَةِ – erstes Glied einer إِضافَة → Kasra.

Das Tanwīn kommt nie zurück – الـ und eine إِضافَة schließen Tanwīn sowieso aus (Lektionen 4 und 20), also gibt es nichts wiederherzustellen. Nur der Vokal ändert sich. Eine nützliche Art, es festzuhalten: das Verbot des Tanwīn ist dauerhaft, der Fatha-für-Kasra-Tausch ist vorübergehend, und er schaltet sich ab, sobald das Wort bestimmt wird.

4. Die Kategorien. Sieben brauchst du wirklich. Sie stehen in der Tabelle unten mit je einem Beispiel; hier ist, was du an ihnen beachten sollst.

أَعْلامٌ أَعْجَمِيَّةٌ – fremde Eigennamen: إِبْراهيمُ، يوسُفُ، باريسُ، لَنْدَنُ، بَرْلينُ. مُؤَنَّثٌ – feminine Eigennamen, ob sie auf ة enden oder nicht: فاطِمَةُ، زَيْنَبُ، سُعادُ، مَكَّةُ. وَزْنُ أَفْعَلَ – das Muster selbst, welche Aufgabe es auch hat: der Name أَحْمَدُ, der Elativ أَكْبَرُ aus Lektion 28, das Farbadjektiv أَحْمَرُ. الأَلِفُ والنّونُ الزّائِدَتانِ – Wörter auf ـانُ: der Name عُثْمانُ, das Adjektiv عَطْشانُ. وَزْنُ فُعَلَ – eine kleine geschlossene Menge von Namen: عُمَرُ، زُحَلُ، قُزَحُ. صيغَةُ مُنْتَهَى الجُموعِ – die gebrochene-Plural-Gestalt مَفاعِلُ / مَفاعيلُ: مَساجِدُ، مَكاتِبُ، تَجارِبُ، مَفاتيحُ، عَصافيرُ، مَصابيحُ. أَلِفُ التَّأْنيثِ المَمْدودَةُ – die Endung ـاءُ als Femininzeichen: صَحْراءُ، حَمْراءُ، أَصْدِقاءُ، أَطِبّاءُ.

Weitaus am häufigsten davon im laufenden Text ist مُنْتَهَى الجُموع, weil es Hunderte alltäglicher Plurale abdeckt. Erkenn es an der Gestalt, nicht am Auswendiglernen von Mitgliedern: ein gebrochener Plural mit einem Alif gefolgt von zwei Buchstaben (مَساجِدُ، دَراهِمُ) oder von drei mit einem langen Vokal in der Mitte (مَفاتيحُ، قَناديلُ) ist ein Diptoton. Wie diese Plurale gebaut werden, ist Lektion 10; wie sie deklinieren, ist hier.

5. Die Beinahe-Treffer. Drei Fallen sitzen neben den Kategorien oben.

  • Ein fremder Name aus drei Buchstaben mit einem Sukūn in der Mitte ist kein Diptoton: نوحٌ، لوطٌ deklinieren normal. Ebenso der feminine Name هِنْدٌ, bei dem beide Behandlungen erlaubt sind und das Tanwīn die gewöhnliche Wahl ist.
  • Ein Adjektiv auf ـانُ ist nur dann ein Diptoton, wenn sein Femininum فَعْلى ist: عَطْشانُ / عَطْشى. Wo das Femininum فَعْلانَةٌ ist, ist das Wort regelmäßig: نَدْمانٌ / نَدْمانَةٌ. Ein Name auf ـانُ – عُثْمانُ، مَرْوانُ – ist ein Diptoton, was auch immer sein Femininum wäre, weil Name-sein schon die halbe Begründung ist.
  • Dieselbe Spaltung läuft durch أَفْعَلُ. Ein Adjektiv auf diesem Muster ist nur dann ein Diptoton, wenn sein Femininum فَعْلاءُ oder فُعْلى ist: أَحْمَرُ / حَمْراءُ, أَكْبَرُ / كُبْرى. أَرْمَلٌ, dessen Femininum أَرْمَلَةٌ ist, ist ein gewöhnliches Nomen und nimmt Tanwīn. Der Name أَحْمَدُ dagegen ist in jedem Fall ein Diptoton.

6. الاسْمُ المَقْصورُ: eine Endung, die du nicht hören kannst. Ein مَقْصور-Nomen endet auf einem festen Alif, geschrieben ى oder ا: فَتًى، مُسْتَشْفًى، مَقْهًى، مَعْنًى، عَصًا، هُدًى، ذِكْرى، كُبْرى. Dieses Alif kann keinen Vokal tragen, also ist die Kasusendung مُقَدَّر – angenommen, nicht geschrieben. Die Folge ist die freundlichste Regel der arabischen Grammatik: das Wort ändert sich nie.

هٰذا مُسْتَشْفًى كَبيرٌ – دَخَلْتُ مُسْتَشْفًى كَبيرًا – عَمِلْتُ في مُسْتَشْفًى كَبيرٍ. Eine Gestalt in allen drei Fällen. Nur das Adjektiv bewegt sich, und es bewegt sich normal.

Unbestimmt wird das Tanwīn auf den Buchstaben vor dem Alif geschrieben, und es ist immer das Tanwīn-Fatha: فَتًى، مُسْتَشْفًى، مَقْهًى. Bestimmt wird gar nichts geschrieben: الفَتى، المُسْتَشْفى، المَقْهى. Zwei Wörter in der Liste oben nehmen dieses Tanwīn überhaupt nie: in ذِكْرى und كُبْرى ist das Alif die feminine Endung أَلِفُ التَّأْنيثِ المَقْصورَةُ, was sie zu Diptota macht und zugleich zu مَقْصور.

7. الاسْمُ المَنْقوصُ: das ي, das kommt und geht. Ein مَنْقوص-Nomen endet auf einem unbetonten ي nach einer Kasra: القاضي، المُحامي، الوادي، النّادي، المُشْتَري، الماضي. Bestimmt bleibt das ي und die Kasusendung ist wieder مُقَدَّر im Nominativ und Genitiv, aber im Akkusativ sichtbar:

حَضَرَ القاضي - رَأَيْتُ القاضِيَ - ذَهَبْتُ إِلَى القاضي.

Unbestimmt passiert etwas Dramatischeres. Im Nominativ und Genitiv fällt das ي aus dem geschriebenen Wort heraus, und seinen Platz nimmt ein Tanwīn-Kasr auf dem Buchstaben davor ein: قاضٍ، مُحامٍ، وادٍ، نادٍ. Im Akkusativ kehrt das ي zurück und nimmt ein gewöhnliches Tanwīn-Fatha: قاضِيًا، مُحامِيًا، وادِيًا. Also hat das unbestimmte مَنْقوص zwei Gestalten, und die merkwürdig aussehende kurze deckt zwei von drei Fällen ab.

Als erstes Glied einer إِضافَة bleibt das ي und kein Tanwīn erscheint: قاضي المَدينَةِ، مُحامي الشَّرِكَةِ.

8. الاسْمُ المَمْدودُ: gewöhnlich nichts Besonderes. Ein مَمْدود-Nomen endet auf einem Hamza nach einem langen Alif: بِناءٌ، سَماءٌ، دَواءٌ، شِتاءٌ. Der Hamza ist ein Konsonant, er hält einen Vokal vollkommen gut, und diese Nomina deklinieren genau wie كِتابٌ: بِناءٌ / بِناءً / بِناءٍ. Sag das ganze Set einmal laut, und du bist fertig.

Das eine, das zu prüfen ist, ist warum das Wort auf اء endet. Ist der Hamza das Femininzeichen – أَلِفُ التَّأْنيثِ المَمْدودَةُ –, ist das Nomen ein Diptoton, das ist Kategorie sieben oben: صَحْراءُ، حَمْراءُ، أَصْدِقاءُ، أَطِبّاءُ، أَصْفِياءُ. Ist er es nicht (سَماءٌ von der Wurzel س م و, بِناءٌ von ب ن ي, دَواءٌ von د و ي), ist das Nomen gewöhnlich. Zwei Wörter, die in der Gestalt identisch aussehen, können sich also verschieden verhalten: فِي صَحْراءَ واسِعَةٍ, aber فِي سَماءٍ صافِيَةٍ.

9. Was diese Lektion in Ruhe lässt. Wie gebrochene Plurale gebildet werden – welches Nomen مَفاتيح gibt und welches كُتُب – ist Lektion 10; nur ihre Deklination wird hier behandelt. Das grundlegende Kasussystem, die Namen der Fälle und die Standardendungen sind Lektion 40 und werden vorausgesetzt. Der Dual und der gesunde maskuline Plural, die ebenfalls Stellvertreterzeichen verwenden, gehören ebenfalls zu Lektion 40. Und die seltensten Ecken der Diptota-Liste – zusammengesetzte Ortsnamen vom Typ حَضْرَمَوْتُ und die Lizenz, die die Dichtung nimmt, einem Diptoton für das Metrum Tanwīn zu geben – gehören nicht zu dem modernen Standard, den du brauchst.

Formen und Muster

Die Zweierendungs-Deklination, mit der الـ- und إِضافَة-Umkehrung in den letzten zwei Spalten. Lies die unterste Zeile quer – das ist die ganze Lektion in einer Zeile:

الحالَةكِتاب (مُنْصَرِف)مَساجِد (نَكِرَة)المَساجِدمَساجِد + مُضافٌ إِلَيْهِ
مَرْفوعكِتابٌمَساجِدُالمَساجِدُمَساجِدُ المَدينَةِ
مَنْصوبكِتابًامَساجِدَالمَساجِدَمَساجِدَ المَدينَةِ
مَجْروركِتابٍمَساجِدَالمَساجِدِمَساجِدِ المَدينَةِ

Die sieben Kategorien, je ein Beispiel, im Genitiv gezeigt, weil sie sich dort verraten:

الصِّنْفمِثالفي الجَرّÜbersetzung
عَلَمٌ أَعْجَمِيّإِبْراهيمُ، باريسُمِنْ إِبْراهيمَ، إِلى باريسَfremde Eigennamen
عَلَمٌ مُؤَنَّثفاطِمَةُ، زَيْنَبُعَنْ فاطِمَةَ، مَعَ زَيْنَبَfeminine Eigennamen
عَلى وَزْنِ أَفْعَلأَحْمَدُ، أَكْبَرُ، أَحْمَرُإِلى أَحْمَدَ، في مَكْتَبٍ أَكْبَرَdas Muster أَفْعَل
مَخْتومٌ بِـ ـانعُثْمانُ، عَطْشانُعِنْدَ عُثْمانَ، لِرَجُلٍ عَطْشانَNamen und Adjektive auf ـان
عَلى وَزْنِ فُعَلعُمَرُ، زُحَلُمِنْ عُمَرَ، عَنْ زُحَلَeine geschlossene Menge von Namen
صيغَةُ مُنْتَهَى الجُموعمَساجِدُ، مَفاتيحُفي مَساجِدَ، بِمَفاتيحَgebrochene Plurale مَفاعِل / مَفاعيل
أَلِفُ التَّأْنيثِ المَمْدودَةصَحْراءُ، أَصْدِقاءُفي صَحْراءَ، مَعَ أَصْدِقاءَdie feminine Endung ـاء

Die drei Klassen mit „versteckter Endung“. In den Zeilen مَقْصور und مَنْقوص sind die fett markierten Zellen die einzigen, in denen sich sichtbar etwas bewegt; die zwei مَمْدود-Zeilen unten deklinieren offen:

النَّوْعمَرْفوعمَنْصوبمَجْرور
مَقْصور، نَكِرَةفَتًىفَتًىفَتًى
مَقْصور، مَعْرِفَةالفَتىالفَتىالفَتى
مَقْصور، نَكِرَةمُسْتَشْفًىمُسْتَشْفًىمُسْتَشْفًى
مَنْقوص، نَكِرَةقاضٍقاضِيًاقاضٍ
مَنْقوص، مَعْرِفَةالقاضيالقاضِيَالقاضي
مَمْدود، مُنْصَرِفبِناءٌبِناءًبِناءٍ
مَمْدود، مَمْنوعٌ مِنَ الصَّرْفصَحْراءُصَحْراءَصَحْراءَ

Wörter, die wie Diptota aussehen und keine sind. Jedes nimmt volles Tanwīn:

الكَلِمَةلِماذا تُنَوَّنُمِثال
نوحٌعَلَمٌ أَعْجَمِيٌّ ثُلاثِيٌّ ساكِنُ الوَسَطِقِصَّةُ نوحٍ
هِنْدٌعَلَمٌ مُؤَنَّثٌ ثُلاثِيٌّ ساكِنُ الوَسَطِذَهَبْتُ مَعَ هِنْدٍ
نَدْمانٌمُؤَنَّثُهُ نَدْمانَةٌ لا نَدْمىرَجُلٌ نَدْمانٌ
أَرْمَلٌمُؤَنَّثُهُ أَرْمَلَةٌ لا رَمْلاءُلِرَجُلٍ أَرْمَلٍ
سَماءٌهَمْزَتُها لَيْسَتْ لِلتَّأْنيثِفي سَماءٍ صافِيَةٍ

Beispiele

العربيةDeutsch
سافَرَتْ أُخْتي إِلى لَنْدَنَ في الشَّهْرِ الماضي.Meine Schwester ist letzten Monat nach London gereist.
وَصَلَ إِبْراهيمُ مِنْ باريسَ صَباحَ اليَوْمِ.Ibrahim ist heute Morgen aus Paris angekommen.
دَرَسَتْ نَجْوى في مَدارِسَ كَثيرَةٍ.Najwa hat an vielen Schulen studiert.
المُعَلِّمونَ يَعْمَلونَ في المَدارِسِ الحُكومِيَّةِ.Die Lehrer arbeiten in den staatlichen Schulen.
اِجْتَمَعَ الوَزيرُ بِمُديري مَدارِسِ المَدينَةِ.Der Minister hat die Schulleiter der Stadt getroffen.
بَحَثْتُ عَنْ مَفاتيحِ السَّيّارَةِ نِصْفَ ساعَةٍ.Ich habe eine halbe Stunde nach den Autoschlüsseln gesucht.
زُرْنا مَساجِدَ قَديمَةً في دِمَشْقَ.Wir haben alte Moscheen in Damaskus besucht.
خَرَجَتْ مِنْ سَيّارَةٍ حَمْراءَ أَمامَ الفُنْدُقِ.Sie ist vor dem Hotel aus einem roten Auto gestiegen.
عاشَتِ القَبيلَةُ في صَحْراءَ واسِعَةٍ.Der Stamm hat in einer weiten Wüste gelebt.
نَقَلوا المَريضَ إِلى مُسْتَشْفًى حَديثٍ.Sie haben den Patienten in ein modernes Krankenhaus gebracht.
شاهَدْتُ فَتًى يَبيعُ الصُّحُفَ عِنْدَ المَحَطَّةِ.Ich habe einen Jugendlichen gesehen, der am Bahnhof Zeitungen verkauft.
تَحَدَّثَ مُحامٍ إِلَى الصُّحُفِيّينَ بَعْدَ الجَلْسَةِ.Ein Anwalt hat nach der Sitzung mit den Journalisten gesprochen.
عَيَّنَتِ المَحْكَمَةُ مُحامِيًا لِلْمُتَّهَمِ.Das Gericht hat dem Angeklagten einen Anwalt bestellt.
سَأَلْتُ القاضِيَ عَنْ مَوْعِدِ الجَلْسَةِ القادِمَةِ.Ich habe den Richter nach dem Datum der nächsten Sitzung gefragt.

Häufige Fehler

  • فِي مَدارِسٍ كَبيرَةٍ -> فِي مَدارِسَ كَبيرَةٍ – مَدارِس ist صيغَةُ مُنْتَهَى الجُموعِ, also verweigert es Tanwīn und zeigt den Genitiv mit einer Fatha. Das Adjektiv behält sein normales Kasra-Tanwīn.
  • إِلى لَنْدَنِ -> إِلى لَنْدَنَ – ein fremder Eigenname ist ein Diptoton; die Präposition regiert trotzdem den Genitiv, aber das Zeichen dafür ist eine Fatha.
  • فِي المَدارِسَ -> فِي المَدارِسِ – die Fatha gilt nur für das nackte unbestimmte Wort. Sobald الـ angehängt ist, kommt die gewöhnliche Kasra zurück.
  • فِي مَدارِسَ المَدينَةِ -> فِي مَدارِسِ المَدينَةِ – dieselbe Umkehrung für eine إِضافَة: als erstes Glied nimmt das Nomen eine schlichte Kasra.
  • سَلَّمْتُ عَلى أَحْمَدٍ -> سَلَّمْتُ عَلى أَحْمَدَ – أَحْمَد steht auf dem Muster أَفْعَل. Nie Tanwīn, in keinem Fall.
  • سَيّارَةٌ حَمْراءٌ -> سَيّارَةٌ حَمْراءُ – das ـاء von حَمْراء ist das Femininzeichen, also ist das Adjektiv ein Diptoton, obwohl das Nomen davor keines ist.
  • مُحامي -> مُحامٍ – ein unbestimmtes مَنْقوص verliert sein ي im Nominativ und Genitiv; ein Tanwīn-Kasr auf dem Buchstaben davor ist alles, was davon bleibt.
  • رَأَيْتُ مُحامٍ -> رَأَيْتُ مُحامِيًا – im Akkusativ kommt das ي zurück und nimmt ein normales Tanwīn-Fatha. Das ist der einzige Fall, in dem das unbestimmte مَنْقوص voll geschrieben wird.
  • فَتاً -> فَتًى – das مَقْصور wird mit ى geschrieben, und das Tanwīn sitzt auf dem Buchstaben davor, nicht auf dem Alif. Das Wort ist in allen drei Fällen identisch, also gibt es auch für den Akkusativ nichts hinzuzufügen: دَخَلْتُ مُسْتَشْفًا ist ebenfalls دَخَلْتُ مُسْتَشْفًى.
  • فِي بِناءَ قَديمٍ -> فِي بِناءٍ قَديمٍ – بِناء ist kein Diptoton. Sein Hamza ist keine feminine Endung, also dekliniert das Wort wie jedes andere Nomen.

Tipps

  • Lern die Kategorien als Checkliste, die du nur dann ablaufen lässt, wenn das Wort unbestimmt ist und du gerade eine Kasra sagen willst. Das ist der eine Moment, in dem das ganze Thema zählt.
  • Der Gestalt-Test für die häufigste Klasse ist schneller als jede Liste: gebrochener Plural, Alif, dann zwei Buchstaben (مَكاتِبُ) oder drei mit einem langen Vokal dazwischen (مَصابيحُ) → Diptoton.
  • Eigennamen sind die andere Hälfte der Alltagslast. Lauf die Kategorien darüber: fremd (باريسُ، لَنْدَنُ، إِبْراهيمُ), feminin (فاطِمَةُ، زَيْنَبُ، مَكَّةُ), أَفْعَل (أَحْمَدُ), ـان (عُثْمانُ), فُعَل (عُمَرُ) → Diptoton. Ein arabischer maskuliner Name, der in keine passt, ist ein gewöhnliches Nomen und nimmt Tanwīn: مُحَمَّدٌ، خالِدٌ، سَعيدٌ، زَيْدٌ.
  • Sag مَعَ أَصْدِقاءَ، فِي صَحْراءَ، إِلى باريسَ als feste Blöcke. Die Fatha nach einer Präposition muss ein Laut werden, den du erwartest, keine Regel, die du ausrechnest.
  • Beim مَقْصور darfst du feiern: فَتًى، مُسْتَشْفًى، مَقْهًى، مَعْنًى ändern sich nie. Setz sie frei in deine Sätze und lenk die Aufmerksamkeit woandershin.
  • Beim مَنْقوص merk den Tausch: das ي und das Tanwīn-Kasr sind dasselbe in verschiedener Kleidung. Wo das eine da ist, fehlt das andere – قاضٍ / القاضي –, und der Akkusativ ist die Ausnahme, die sowohl das ي als auch ein Tanwīn zeigt.
  • In unvokalisiertem Text ist fast all das unsichtbar, mit zwei lauten Ausnahmen, die du beim Lesen wirklich sehen kannst: das fehlende ي von محام / قاض und das ى von فتى. Die lohnen sich, auf Sicht zu erkennen; der Rest zählt, wenn du schreibst und sprichst.
  • Ignorier vorerst das klassische Kleingedruckte – Diptota, die in der Dichtung Tanwīn zurückgewinnen, und Plurale, die Diptoton und مَنْقوص zugleich sind (لَيالٍ، أَراضٍ، جَوارٍ). Lern die zweite Gruppe als Vokabeln und kopier die Formen, die du siehst.